Zunächst macht es sicher Sinn, das Thema mal komplett von Anfang an durchzulesen: Beschlagener Scheinwerfer - Varianten und Lösungen
Hätte man dies getan, hätte man verstanden, dass es unterschiedliche Scheinwerferversionen gibt. Mit und ohne Entlüftungsschnorchel.
Die Scheinwerfer ohne Entlüftungsschnorchel sind bis auf die semipermeable Membran grundsätzlich ein geschlossenes System – aber eben nicht 100 % dicht. Über die semipermeable Membran kann Feuchtigkeit aus dem Inneren der Scheinwerfer nach außen austreten.
Durch die Leuchtmittel entsteht Wärme (schaltet man Abblend- und Aufblendlicht gleichzeitig ein, sind das immerhin 220 Watt). Dadurch hat man in einem statischen, komplett dichten System tendenziell ein atmosphärischer Überdruck im Scheinwerfer. Durch Abkühlung entsteht dann bei einem absolut dichten System Normal- und je nach Bedingungen ggf. für einen kurzen Zeitraum ein minimaler Unterdruck. Abkühlung erhält man durch Fahrtwind, Regen, Schnee… oder einfach nur durch Ausschalten der Leuchtmittel.
Bei identischer Außen- und Innentemperatur hat man logischerweise keine Druckdifferenz – auch wenn das System 100 % dicht ist.
Das minimale Ploppgeräusch ist meiner Ansicht durch die Form und Tiefe der Gummiabdeckkappe begründet. Nimmt man sie ab, entsteht genau in diesem Moment ein kleiner Unterdruck, da sie umlaufend die Schweinwerfergehäuseöffnung abdichtet, aber nicht weil im Scheinwerfer ein grundsätzlicher Unterdruck herrscht.
Grüße Markus 