LEDs in Sidemarker einbauen

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    • So, habe heute im Elektonikhandel mal Informationen eingeholt.
      Es wird jetzt eine Spannungsschutzschaltung für die LEDs geben.
      Crossmire hat mich durch seinen link überzeugt :thumbup:

      Die Schaltung gestaltet sich recht simpel.
      Verwendet wird je Seite der Blinker ein Low-Drop-Spannungsregler 12V, zwei Kondensatoren und einer
      Überspannungsschutzdiode.

      Teileliste | Preis in Euro:
      1 Stück LM 2940 CT-12 | EUR 1,60
      1 Stück 1,5 KE 18 A | EUR 0,40
      2 Stück Elko 22µ/25V | EUR 0,12
      Plus Kleinmaterial

      Zur Funktion. Der LM begrenzt auf 12V und wird durch eine im Eingang und Ausgang geschalteten Kondensator / Elko geschützt. Die Überspannungsschutzdiode KE hält Spannungen oberhalb von 18V vom LM fern. Eine Sicherung kann der Schaltung natürlich ebenso vorgeschaltet werden, wie auch eine Sperrdiode. Ich lasse sie aber aus Platzgründen und zuvor geführter Diskussion entfallen.

      Ein Schaltbild und der fertige Aufbau folgen.

      Gruß Enrico :winke:
    • Hier das Schaltbild zur Schutzschaltung der/für LEDs. Es ist recht minimalistisch, bietet aber einen reellen Schutz. Unter Laborbedingungen gemäß den DIN Vorschriften würde diese Schaltung jedoch nicht bestehen. Labor und Praxis sind jedoch zweierlei! Und bei den Halbleiterpreisen lohnt sich ein größerer Aufwand meiner Meinung nach nicht. Die Schutzdiode dient hier als Opfer.

      F1 ist optional
      D1 ist optional, z.B. 1N4007 als Verpolschutz
      Übersp.-Schutzdiode 1,5 KE 18 A
      C1 u. C2 22µ/25V
      IC LM 2940 CT-12
      Roter Kasten = LED-Strip mit integriertem Vorwiderstand

      Gruß Enrico :winke:

      PS: Gelötete Version mit Bild folgt.
      Ebenso der finale Test. :D
      Dateien

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    • Habe mich gerade gewundert wozu die 100 mA Sicherung gut ist. Dann gesehen, daß der LM 2940 ein Festspannungregler ist. Macht so sicher Sinn. Noch eleganter wäre es die Sicherung elektronisch zu lösen. Aber "einfach" hat auch Vorteile. ;)

      :winke:

      PS: Die Bauteile gibt es übrigens auch günstiger. Schau mal bei reichelt.de
      Chrysler Crossfire Forum. Das Forum für Crossfirefans.
    • Heureka,

      ich habe heute die Schutzschaltung fertig aufgebaut, incl. Platine. Sie funktioniert einwandfrei im Laborbetrieb! :thumbsup:

      Die Stromaufnahme von 10 V bis 18 V beträgt 30 mA.
      Oberhalb von 18 V, die an der Suspressordiode abfallen sind es dann ca. 58 mA bei einer Prüfspannung von max. 22 V am Eingang. ( Meinem Netzteil sind hier Grenzen gesetzt. ) Wird die viel diskutierte Schutzdiode (z.B. 1N 4007) als Verpolschutz vorgeschaltet, fallen an ihr 0,7 V ab. Also stehen den LEDs dann nur noch 11,3 V zu Verfügung. Die Leuchtintensität ist dann vernachlässigbar vermindert! :thumbup:

      Wie versprochen folgen Bilder zum Aufbau/Nachbau!!!

      Gruß Enrico :winke:
    • Bevor ich Dich jetzt ganz wahnsinnig mache. :D

      Eigentlich laufen die meisten LEDs ja mit 3, oder 5 Volt. Für 12 V (13,8 V) Betrieb sind immer Widerstände vorgeschaltet. Macht es da nicht Sinn die Spannungsregelung gleich auf 3, oder 5 Volt auszulegen?

      :winke:
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    • Nöö Nöö, machst Du nicht :D

      Da es hier um LED Strips mit 3LEDs handelt die den Vorwiderstand bereits beinhalten, macht es in diesem Falle so wie von mir beschrieben und geschaltet keinen Sinn die Spannung tiefer anzusetzen! Bei LEDs begrenzt man wenn ich recht informiert bin eh nur den Strom.

      Es gibt aber auch Ausnahmen! Z.B. Regenbogen LEDs ( rot, grün,blau), dort muß man dann tatsächlich die Spannung begrenzen.

      Und weil wir beim Thema sind bitte nur Reihenschaltungen von normalen LEDs vornehmen, fällt eine bei einer Parallelschaltung aus, so erhöht sich dann die Spannung für den Rest über den Spannungsteiler (Vorwiderstand) und ratz fatz sind alle in den ewigen Jagdgründen!

      LG Enrico :winke:
    • Hallo Leute,

      so es geht weiter mit der Schutzschaltung.

      Bild 1 zeigt das Ätzen in Eisen III Chlorid. Es ist nur schwach ätzend, bei Zimmertemperatur dauert der Vorgang ca. 30 min.

      LED Platine ätzen_firehorse.jpg

      Die Platine wurde zuvor gebohrt, dann die Oberfläche mit der rauen Seite eines Putzschwamms entfettet und anschließend die Leiterbahnen mit einem Edding Fineliner gezogen. Anschließend ab in das Fe III Cl. Auf ein 1/4 Liter Wasser reichen 3 Esslöffel der Substanz. Vorsicht, das Zeug gibt üble Flecken. Bei Hautkontakt reicht aber Wasser zum Abspülen. Fertig ist der Vorgang wenn die Platine bis auf die Leiterbahnen durchscheinend ist.Nun mit Wasser abspülen und den Lack entfernen (Putzschwamm).

      Auf dem Bild 2 seht Ihr die Bemaßung der Platine, sowie die Bestückung.

      LED-Bemaßung-Bestückung_firehorse.jpg

      Ist alles Verlötet wird die Platine noch mit einem Schutzlack versehen. Es gibt speziellen von Kontakt, aber normaler Klarlack reicht hier völlig aus. Als Schutzgehäuse genügt Schrumpfschlauch der an den Enden natürlich versiegelt werden muss.

      Der Finale-Einbau mit 3-Fach Stecker zum beliebigen Anschluss als Blinker oder Begrenzungsleuchte folgt!

      Gruß Enrico :winke:

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    • So weiter geht es!

      Im Bild 1 seht Ihr den fertig angeschlossenen Sidemarker mit der Schutzschaltung. Die geringen Abmaße erlauben es sie durch den Durchbruch ins Innere zu verlegen. Der Stecker ist nach dem Montieren im Wagen auf die Kabelstecker zu setzen.

      001_LED_Sidemarker_firehorse.jpg

      Bild 2 zeigt zwei Gummitüllen welche auf der Platinen zugewandten Seite geschlitzt worden sind.

      002_LED_Sidemarker_firehorse.jpg

      Diese werden bündig zur Platine geschoben und anschließend mit dem gezeigten 7 cm langen Schrumpfschlauch verschlossen.

      003_LED_Sidemarker_firehorse.jpg

      Kommen wir nun zu Bild 4. Hier ist zu bemerken das der Stecker bearbeitet wurde. Im Normalfall ist er nicht verdrehbar auf die Kupplung zu stecken. Da er aber die Möglichkeit bieten soll entweder den Sidemarker als Zusatzblinker zu nutzen oder aber als Begrenzungsleuchte anzuschließen, muß hier ein wenig modifiziert werden. Den Stecker dazu einfach mit einem Cuttermesser bearbeiten bis die äußeren Stecker eine runde Form aufweisen und anschließend noch mit Schleifleinen das Finish verleihen.

      004_LED_Sidemarker_firehorse.jpg

      Im nächsten Bericht wird dann der finale Anschluss an den Rückleuchten gezeigt.

      Gruß Enrico :winke:
    • Noch ein kleine Ergänzung für alle die keine Platinen selbst bauen wollen. Konstantstromquellen für LEDs gibt es natürlich auch als fertige Bausteine für unter 2 Euro. Hier mal ein Beispiel: KLICK. Es gibt natürlich auch andere Hersteller. Bei Interesse einfach mal nach "Konstantstromquelle LED", oder "Konstantstromquelle LED Shop" googeln.

      :winke:
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    • @Markus

      Zu den fertigen Konstantstromquellen die hier genannt werden sei anzumerken, dass sie über keine Kondensatoren zur Eliminierung von Spannungsspitzen verfügen und wohl mehr zum Gebrauch an Stromquellen mit konstanter Spannung konzipiert wurden. Aber in jedem Fall besser, als gar keine Maßnahme zu ergreifen.

      LG Enrico :winke:
    • Hallo Leute,

      es ist vollbracht und die Sidemarker leuchten seit einer Woche.

      Sowohl im Betrieb als Begrenzungsleuchte als auch als Zusatzblinker ist keine Störung der Lampenkontrolle erfolgt. Im Kreuztest, simulierte defekte Glühlampe, funktioniert alles wie erwartet im grünen Bereich, d.h. die Kontrolllampe zeigt wie gewohnt den Defekt an.

      Nun zur Einbauanleitung der Sidemarker im Fahrzeug:

      Auf den Bildern 1,2 u. 3 sind die Kontaktbuchsen und Buchse zu sehen.

      Bild 1.jpg
      Bild 2.jpg
      Bild 3.jpg

      Wichtig beim Einkrimpen ist die entsprechende Länge der Entisolierung um zum einen den Kontakt zu gewährleisten und zum Anderen das Kabel korrekt zu Fixieren. Der Masse-Anschluß an der Buchse wie auch am Stecker ist unbedingt mittig vorzunehmen! (Verpolungsschutz!)

      Auf Bild 4 sehen wir die Steckbuchse der Fahrzeugrückleuchte.

      Bild 4.jpg

      Die Pin Belegung numerisch an der Buchse lautet wie folgt:
      • 1 = Masse
      • 2 = Schlußleuchte: Laut Werkstatthandbuch Kabelkennung links BK/RD, rechts BK/YL
      • 3 = Blinkleuchte: Laut Werkstatthandbuch Kabelkennung links GY/BK, rechts GY/RD

      Wer wie ich keine Kabeldiebe mag, muß die Kontaktbuchsen lösen um sie mit den Kabeln der zusätzlichen Buchse zu verkrimpen und anschließend mit Schrumpfschlauch zu isolieren.

      Die originalen Buchsen sind 3-fach gesichert und nur mit geeigneten Werkzeug zu lösen oder aber mit einem sehr dünnen Schraubendreher der zusätzlich abgeflacht werden muß. Auf dem Bild erkennt ihr das Problem. Wird die Buchse wieder eingesetzt, müssen zuvor die Zungen wieder aufgerichtet werden. (Bild 5)

      Bild 5.jpg

      Auf Bild 6 und 7 ist die fertig angeschlossene Buchse ersichtlich.

      Bild 6.jpg
      Bild 7.jpg

      Bild 8 zeigt den fertigen Einbau der Rückleuchtenstecker samt Kabel.

      Bild 8.jpg

      Es ist bei der hier gezeigten Einbauanleitung jederzeit möglich die Funktion durch drehen des hinzugefügten Steckers zu wechseln oder aber bei der TÜV-Abnahme außer Betrieb zu setzen.

      Der Nachbau und Einbau erfolgen auf eigene Gefahr! - siehe auch LED Umbauten - was ist erlaubt

      Gruß Enrico :winke:

      PS: Dank an @Markus und Crossmire die durch ihre Diskussion mich auf die Idee der Schutzschaltung brachten.

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