Der XF kann nicht heilen, jedoch Freude bereiten

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    • Der XF kann nicht heilen, jedoch Freude bereiten

      Hallo,

      am vergangenen sonnigen Sonntag Vormittag habe ich einen langzeiterkrankten Arbeitskollegen besucht und Ihn über Neuigkeiten im Unternehmen informiert. Nach einem netten Gespräch und gutem Kaffee begleitete er mich mit nach draußen wo vor der Tür der XF parkte.

      "Wow Mark, ist der Reichtum ausgebrochen? Nettes Teil. Der fällt aber auf. Hebt sich von der Karrosserieform aber von dem Alltagsbrei gehörig ab."
      "Magst mal 'ne Runde mitfahren?", fragte ich ihn.
      "Klar, gern"

      Er stieg ein und ich dazu, erzählte ihm kurz über die Historie des Fahrzeugs und schon cruisten wir gemütlich nach Goslar. Er hätte den XF selber gern einmal bewegt, jedoch aufgrund der Medikation die er nehmen mußte, war dies leider nicht möglich.

      Wir fuhren um den schönen Grane Stausee mit anschließendem Halt beim Windbeutel König an der Okertalsperre. windbeutel.de/ (Das Cafe war gut besucht - Tag der Niedersachsen - und wir wurden von Passanten angesprochen die sich für den XF interessierten - dies aber in einem anderem Thema)

      Es war ein richtig schöner Tag.

      Bei Ihm daheim angekommen wurden wir von seiner Frau empfangen, die gemütlich auf einer Bank im Vorgarten saß, ein Getränk und die warmen Strahlen der Sonne genoß. Er bedankte sich mit einem lächeln und den Worten: "Danke Mark, das war heute echt klasse"

      "So Ihr beiden trinkt mal noch ein Teechen, ich geh kurz hoch, muss mich mal hinlegen, meine Hüfte schmerzt ein wenig"… mit diesen Worten verschwand er lächelnd im Haus.

      Dankend nahm ich noch den Tee an und unterhielt mich ein wenig mit ihr. Ihre letzten Worte jedoch ließen das Geschehen des ganzen Tages in ein neues Licht rücken.

      "Danke Mark, das Du G. eine Freude mit Deinem Auto gemacht hast. Ich habe ihn seid Monaten nicht mehr so fröhlich gesehen, wie heute. Vielleicht hilft dies ihm ein wenig bei der nächsten Chemo die er am Donnerstag antritt…"

      "Chemo?" frage ich verblüfft. "G. ist doch an der Hüfte erkrankt?"

      "Du wußtest es nicht? Er hat Krebs und muß am Donnerstag zu seiner nächsten Chemotherapie. Heute war er fröhlich, wie lange nicht mehr."

      Auf der Heimfahrt überflog ich gedanklich noch einmal den ganzen Tag, ja diesen werde ich auch einkreisen, ein unvergesslich und schöner Tag in 2013 der aber auch zum nachdenken bewegte.

      Grüße und das Ihr mir alle gesund bleibt,
      Onkel-Mark :winke:
    • Hallo Mark,

      wie Michael schon sagt, ist es eine ergreifende Story. Wenn man mit dem Lesen dieses Postings den Tag beginnt, dann ist das auch wieder eine Mahnung, auch das eigene Alltagstempo mal wieder einen Schritt zurückzufahren (auch als Rechtslenker). :D Die von dir mit dem Besuch per se schon gezeigte menschliche Seite hat schließlich unerwartet noch viel mehr bewirkt.

      Schön, dass du dein emotionales Erlebnis hier mit uns teilst.

      Viele Grüße
      Achim