Ungewollter Mitfahrer – Scheinwerfer von innen reinigen

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    • Ungewollter Mitfahrer – Scheinwerfer von innen reinigen

      Hallo.

      Nach der Scheinwerfer-Aufbereitung ist es besonders zu erkennen. Bisher hatte noch niemand eine Idee, wie ich diesen Mitfahrer am einfachsten wieder loswerde. Es ist ein totes Insekt im Scheinwerfer auf der Beifahrerseite.

      Aufgenommen habe ich das Foto per Smartphone direkt vor dem Betrieb, der die Scheinwerfer-Aufbereitung machte; daher viele Spiegelungen der Umgebung im Lack. In der vergrößerten Detailansicht erkennt ihr das "Alien" deutlicher.

      Hat jemand Tipps, wie der ungewollte Mitfahrer den Crossfire wieder verlässt? :D

      Grüße
      R., der Alien-Transporter
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    • Hallo Ralf,

      so wie ich das sehe, liegt das Insekt vor dem Reflektor. Leuchtmittel ausbauen und die von Frank vorgeschlagene Methode mit einem dünnen, weichen und flexiblen Schlauch versuchen.

      Alternativ: Scheinwerfer ausbauen und Insekt herausschütteln oder – falls es festklemmt – mit destilliertem Wasser durch hin- und herschwenken des Scheinwerfers herausspülen.

      Man kann die Scheinwerfer auch öffnen, indem man ihn erhitzt und am Übergang zwischen Gehäuse und Plexiglas öffnet. Allerdings besteht die Gefahr, dass man ihn dann nicht mehr richtig dicht bekommt – wobei die Crossfirescheinwerfer allerdings sowieso generell kondensationsanfällig sind. Und insgesamt ist das die aufwändigste Methode.

      Grüße, Markus :winke:
      Chrysler Crossfire Forum. Das Forum für Crossfirefans.
    • Danke. Da die vordere Stoßstange zum Einbau der Tagfahrleuchten NSW-Öffnung von der Werkstatt bald abgenommen wird, ist das sicher eine gute Gelegenheit, es so abzusaugen.

      Wer weiß, wie und warum das Insekt da reingekommen ist… Animalischer Crossi-Fan? ;) Vielleicht lässt sich das Alien mit dem "Doppel-Endrohr-Stachel" sogar identifizieren.

      Grüße, Ralf
    • Also ich werde dem Dermaptera-Alien keine Bratwurst grillen. Wie gekreuzigt und wieder auferstanden klebt es unverrückbar im Scheinwerfer. :evil:

      Gentlemen, wie ein Depp stand ich schon mehrmals bei geöffneter Motorhaube davor, habe den Scheinwerfer angestarrt und befummelt. Ich denke, zumindest von oben kommst du nur über das Standlicht dran. Bloß ist das (erst recht auf der Beifahrerseite) bei eingebauten Scheinwerfern kaum zugänglich.

      Da die Stoßstange zur Montage der Tagfahrleuchten sowieso demnächst von der Werkstatt abgenommen wird, sollten die das mit diesem Mitfahrer bitte regeln… Das wird übrigens bei einem Autohaus mit größerer Werkstatt gemacht, und der Werkstattleiter übernimmt es. Den habe ich bisher dreimal gesehen: Beim Erklären meines wilden Tagfahrlicht-Anliegens, bei Begutachtung des Crossfire auf der Hebebühne und zuletzt beim endgültigen Auftrag für den Umbau.

      Dazwischen war ich allerdings noch zweimal vergebens dort, da es quasi auf dem Weg liegt, doch der Meister war währenddessen gerade auf Probefahrt. Schon beim zweiten Mal habe ich mich nicht mehr beim Empfang des Autohauses angemeldet, sondern bin einfach direkt über den Mitarbeiter-Eingang in die Werkstatt geplatzt. Gestern ebenso, als der Leiter gerade von einer Testfahrt wiederkam. Er hat einen Mechaniker zusammengestaucht, was ich auch aus zwanzig Metern Entfernung durch eine geschlossene Tür mitbekam. Als der andere durch diese Tür verschwand, hat er mich entdeckt und schaltete mir gegenüber professionell auf freundlich um, war aber noch sichtbar geladen.

      Er sprach gleich von sich aus auch das Ohrwurm-Delikt an, von dem er schon gehört hatte. Und meinte: "Einfach verrotten lassen." Hehe, ich schob das auf seinen aufgebrachten Gemütszustand und babbelte: "Nein, möglichst entfernen." Wir starrten auf den Ohrwurm und er sagte: "Mal sehen, was wir machen können…"

      Anschließend im Werkstattbüro offenbarte er mir, dass es vor nächster Woche auch mit dem Tagfahrlicht nichts wird. Und legte zum Beweis den Mitarbeiter-Einsatzplan auf den Tisch. Ich hätte es ihm auch so geglaubt, und die Tagfahrleuchten sind schließlich keine dringende Notfall-OP. ;)

      Weg muss er, der Ohrwurm. In den Staub! :D

      R., grüßt
    • Also ich habe mal Wassertropfen, die sich an genau der Stelle gebildet haben, wo das Insekt liegt, mit dem Strohhalm über das Standlichtloch weggesaugt. Eigentlich waren es zwei Strohhalme ineinander gesteckt. Das Kondenswasser danach im Mund zu haben, war zu ertragen. In deinem Fall reicht es ja auch, wenn man das Insekt nur ansaugt und rausholt. Essen muss ja nicht unbedingt sein. :P
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    • Negativ, der Ohrwurm hält die Stellung. Ermutigt von Klaasis Kommentar war ich nochmals zur Motorhaube gedackelt. Okay, ich hatte beim letzten Mal wenig Zeit dafür, doch anders als bei den anderen Lampen bekam ich nicht einmal mit diversen Zangen die wunderbar unzugängliche Standlichtbirne auf der Beifahrerseite zu fassen, weder von oben noch von hinten. Ein Traum.

      Oder lässt die sich ohne Drehung der Fassung auch gewaltsam an der Verdrahtung rauszupfen? Vielleicht sollte ich's nach den neusten Anregungen gleich noch einmal mit chinesischen Essstäbchen probieren.

      Ja-ha, der Crossi ist eine Delikatesse. Das passt also schon, wenn du dich abstrakt mit Essstäbchen über die Motorhaube hermachst. :P Diese Standlichtbirne und ich haben bloß kein besonders enges Verhältnis…

      Falls noch jemand praktische Tipps oder eine DIY-Videoanleitung (for Dummies) kennt, klebe ich den Ohrwurm auch für einen Tag als denkwürdige Kühlerfigur vorn aufs Chrysler-Logo.

      Devise: weiter probieren heute. Denn die Aussicht, der Werkstattleiter kümmert sich auf die Schnelle darum, war vergebens. Wie gesagt, sein vorläufiger Kommentar: "Ignorieren und den Ohrwurm verrotten lassen…" ;)

      Grüße
      R., Dermaptera-Transporter
    • UPDATE:

      Wurmfrei. Zur Erinnerung: anfänglich scheiterte es schon am Ausbau des Beifahrerstandlichts, um Zugang zum Scheinwerferinneren zu bekommen. Grund: mangelnde Motivation, da ich davon ausgegangen war, dass es bald bei Montage des runden Tagfahrlichts im Nebelscheinwerfergehäuse von der Werkstatt entweder doch miterledigt oder bei der Gelegenheit zumindest die Scheinwerfer ausgebaut werden können. Daher war es mir bei abendlichen Schnellversuchen per Hand und mit verschiedenen Zangen nicht gelungen.

      Dieser Termin zum Tagfahrlicht-Einbau verschiebt sich wegen Urlaub und ebenso Krankmeldung des von der Werkstatt eingeplanten Mechanikers allerdings auf die Zeit nach Ostern. Also war ich motiviert, den Ohrwurm gestern mit Geduld selbst zu entfernen.

      Am Ende war das Rausdrehen des Standlichts mit dem richtigen Werkzeug kein Problem. Nötig ist schlicht ein 9 mm Maulschlüssel. Damit lässt sich die Fassung des Standlichts von oben greifen und mit ein wenig Gefummel um rund 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen. Dann die Fassung heraushebeln sowie von hinten an den Drähten greifen und abziehen. Beim Einbau empfiehlt sich, die wieder eingeführte Lampenfassung nicht von oben, sondern von hinten mit dem Maulschlüssel zu greifen, um sie wieder richtig einzudrehen. Insgesamt nicht die bequemste Stelle für einen Lampenwechsel, doch mit der Methode kann ich inzwischen auch das Standlicht in wenigen Minuten austauschen.

      Ohrwurm-Absaugen durch die Standlichtöffnung scheiterte. Staubsaugerkonstruktionen mit Strohhalmen und dünnen Schläuchen funktionierten nicht, da die erstens schlecht zur Position des Insekts dirigiert werden konnten oder dann im Gehäuse so abgeknickt wurden, dass Ansaugen nicht mehr klappte.

      Schließlich besorgte ich eine lange, dünne Stricknadel, die in die richtige Form gebogen beim Einführen durch die Standlichtöffnung einigermaßen auf dem Alien landete. Aufspießen gelang nicht bzw. hat den trockenen Mitfahrer nur in seine Bestandteile filetiert. Letztlich habe ich die Spitze der zurechtgebogenen Stricknadel mit doppelseitigem Klebeband umwickelt und konnte den daran festklebenden Ohrwurm bzw. seine Teile damit aus dem Gehäuse taxieren.

      Jetzt habe ich zwar keinen ungewollten Mitfahrer mehr, dafür hat der Scheinwerfer selbst von innen etwas abgekommen: Beim Herausziehen verbog sich die lange Nadel leider so, dass das ums Ende gewickelte, doppelseitige Klebeband über die Innenseite der Scheibe schleifte. Und das hat eine feine Abriebspur hinterlassen - sieht quasi aus wie ein tiefer Kratzer oder Sprung im Headlight-Polycarbonat: Mehrere Zentimeter quer auf Höhe des Abblendlichts. Arrgh.

      Insofern hat das Thema "Scheinwerfer von innen reinigen" jetzt eine neue Bedeutung. ;) Außer den Service der ScheinwerferKlinik habe ich zumindest online bisher keinen Anbieter gefunden, der Crossfire-Scheinwerfer fachgerecht zerlegen und von innen polieren würde. Hat jemand sonst noch einen Tipp?

      Einen neuen Scheinwerfer konnte ich übrigens auch nicht auftreiben. Offenbar schwieriger als die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen, da der für den Crossfire längst nicht mehr produziert wird. Ein z. B. per Unfall zerstörter Scheinwerfer mit seinem romantischen Funzellicht grenzt dann sozusagen an einen Totalschaden. Lang lebe der Crossi-Scheinwerfer! ^^

      Grüße
      R., ohne Dermaptera
    • Ralf-XF schrieb:

      Außer den Service der ScheinwerferKlinik habe ich zumindest online bisher keinen Anbieter gefunden, der Crossfire-Scheinwerfer fachgerecht zerlegen und von innen polieren würde. Hat jemand sonst noch einen Tipp?
      Hallo Ralf,

      einfach so lassen wie es ist. ;) Mit der Zeit kommen noch mehr Kratzer, Steinschläge etc. dazu. ;)

      Die Scheinwerfer zu öffnen ist immer so eine Sache. Am Ende sind sie dann nicht mehr dicht etc. Oder Du verkratzt sie beim Aus- und Einbau. ;) :D Oder ein anderes Bauteil geht beim Aus- und Einbau kaputt. :D ;)

      Grüße, Markus :winke:
      Chrysler Crossfire Forum. Das Forum für Crossfirefans.
    • Hallo Markus.

      Ja, vorerst lasse ich es so. Scheinwerferausbau und Einschicken zur Scheinwerferklinik ist auch (terminlich) immer ein Gedöns, weshalb ich stattdessen noch nach XF-Scheinwerfern online suchte... Dennoch gut zu wissen, dass es die Option überhaupt gibt.

      Vielleicht löst sich der Abrieb des Klebebands mit der Zeit noch ein bisschen bei höheren Temperaturen. Schade bloß, da die Scheinwerfer von außen schön poliert wurden.

      Hehe, ich war fokussiert darauf, den dicken Ohrwurm beim Rausziehen nicht von der klebrigen Spitze zu verlieren, als die gebogene Stricknadel sich verklemmte und nur noch mit festem Kontakt zur Scheinwerferscheibe rauszuziehen war. Zwar nur ein haarfeiner Abrieb des Klebers, doch optisch wie ein Kratzer oder Sprung im Inneren…

      Gruß, Ralf
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